fremd muslim niemand sein
Ein Krimi über Kolonialismus, Islam und europäische Arroganz


Ein Jugendlicher ist verschwunden und zwei Polizisten begeben sich auf die Suche nach ihm. Doch was hat es mit Jamal auf sich? Denn seine Name Jamal al-Din al-Afghani ist erfunden. Und dann erfahren die Polizisten auch noch, dass sich Jamal gut mit dem Koran auskennt, Suren zitieren kann und gerne über den Islam spricht. Ist Jamal also ein Terrorist?
Allerdings muss sich der Kommissar bald eingestehen, dass Jamal nicht in die üblichen Schubladen passt. Die Salafisten sind offensichtlich schlecht auf ihn zu sprechen und außerdem hat sich Jamal ausführlich mit der Kolonialgeschichte Asiens beschäftigt. Dadurch gerät der Kommissar immer tiefer in die Hintergründe der europäischen Intoleranz gegenüber dem Islam hinein...
"fremd muslim niemand sein" ist ein spannender Krimi, in dem sich der Islam von einer für europäische Augen "neuen" Seite zeigt, quasi seine freiheitlichen Wurzeln und seinen Sinn für Gleichberechtigung und Menschenrechte offenbart. Gleichzeitig entblößt das Stück die westliche Version von Zivilisation und Demokratie als Masken, hinter denen sich Ausbeutung und Arroganz verbergen.
Bald wird klar, dass das westliche Bild vom Islam und von Muslimen lediglich eine Konstruktion ist, um den eigenen - sprich: europäischen - Way of Life zu rechtfertigen, dass Aufklärung lediglich bedeutet, andere Länder mit militärischer und wirschaftlicher Macht unter westliche Kontrolle zu bringen. Und was bedeutet das für Muslime in Europa?
Ein Theaterstück, das einen roten Faden vom Kolonialismus des 19. Jahrhunderst bis ins Heute zieht und dabei die westliche Sicht auf Muslime und islamische Länder als arrogante Vorurteile entlarvt.

Mit: Johanna Kollet und Jörg Schulze-Neuhoff
Regie/Autor: Heiko Ostendorf
Premiere: 23.08.2015

Und das schreibt die Presse:
"'fremd muslim niemand sein' ist ein mutiges und wichtiges, gnadenlos direktes und extrem lautes Theaterstück über die Ursachen von Vorurteilen und Gewalt und ein packendes Plädoyer für mehr Toleranz und Respekt zwischen den Religionen und Staatssystemen wie auch der Menschen untereinander."
Westfälische Nachrichten
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Fotos: Angelika Osthues